Hoch qualifizierte Kräfte haben eigene Vergütungsvorstellungen. Ihr Anwerben kann deshalb nicht zu einem Lohndumping führen. Es ist kaum zumutbar, Spitzenkräfte in die Bundesrepublik zu locken, von ihnen in einem begrenzten Zeitraum Wissen und Können abzuschöpfen, um sie dann unter Zwang zu entlassen. Sicherheit für die Lebensplanung muss im Recht auf Daueraufenthalt ein Äquivalent finden. Einwanderung muss in diesen Fällen politisch und humanitär gewollt sein.

Brigitta und Dr. Wolfgang Jungnickel Berlin

Mein Sohn hat vor drei Jahren in Berlin in Metallphysik promoviert und war der 1001. arbeitslose Physiker in Berlin. Das einzige annehmbare Angebot kam aus den USA.

Er hat in Sunnywale in einer kleinen Firma die Entwicklung eines Messgerätes übernommen, das die Chip-Hersteller dringend benötigen.

Zu den amerikanischen Bedingungen: unbeschränkte Aufenthaltsgenehmigungen ja, Green Card bis heute nicht. Vertraglich vereinbart: ein Jahresgehalt, das am Anfang unter dem Gehalt eines promovierten Physikers an der Uni in Berlin lag. Hiervon sind alle Kosten zu begleichen, Krankenkasse, Rentenversicherung, usw. Dazu kommt ein ausgehandeltes Aktienpaket der Firma, das über vier Jahre verteilt wird und erst nach vier Jahren fällig wird

wer vorher aussteigt, bekommt nichts. Urlaub: Im ersten Jahr gibt es eine und vom zweiten Jahr an zwei Wochen.

Walter Berghaus Waldbröl