Die Unterhaltungsindustrie entdeckt das Internet und mit ihm einen Schwall von Problemen. Mit großem Erfolg begannen Stephen King und der E-Book-Verlag Glassbook mit dem Online-Verkauf der Kurzgeschichte Riding the Bullet in digitaler Form. Die Süddeutsche Zeitung schwärmte gar vom Zusammenbruch des Internet, den die E-Leser ausgelöst hätten. Doch niemand berichtete, dass einen Tag nach Veröffentlichung der 2,50 Dollar teuren Story der Kopierschutz der Datei geknackt war. Glassbook verwendete einen 40-Bit-Schlüssel, um "jegliche Exportschwierigkeiten zu vermeiden". Offenbar zu schwach für findige Hacker. Nun ist das Werk mit 64 Bit verschlüsselt. Exporttechnisch wären sogar 128 Bit möglich gewesen, doch gibt es Länder wie Frankreich, die derart starke Verschlüsselung untersagen.

Ein ähnliches Problem plagt Sony mit seiner Playstation 2. Diese Spielkonsole ist mit einem DVD-Laufwerk ausgerüstet, das auch Spielfilm-Scheiben abspielen kann. Ein raffinierter Zonenschlüssel stellt dabei sicher, das für die USA bestimmte DVDs nicht auf japanischen Playstations abgespielt werden können und umgekehrt. Schlaue Köpfe fanden jedoch heraus, dass sich der Zonenschutz durch geschicktes Tastendrücken beim Start aushebeln lässt. Nun ruft Sony die System-CD zurück, die bei dem Start der Spielmaschine benötigt wird. Die neue CD macht alle Tricks unmöglich. Die Aktion soll allerdings sehr schleppend laufen.

Aus Israel kommt der letzte Schrei für Handybesitzer, die die Freuden des E-Kommerzes erleben wollen. Das Cell-F System von Webraska soll es möglich machen, die Spritrechnung an der Tankstelle per Handy zu bezahlen - durch einen Telefonanruf nach dem Tanken. Einziger Schönheitsfehler: An deutschen Tankstellen ist das Benutzen von Handys verboten.