Hurra, 8. April! Da ist nichts, aber wir feiern. Das Projekt Seti, Search for Extra-Terrestrial Intelligence, hat Jubiläum. Am 8. April 1960 richtete der amerikanische Astronom Frank Drake sein Radioteleskop auf zwei ferne Gebilde namens Epsilon Eridani und Tau ceti. Der erste Lauschangriff auf Außerirdische. Nie hat sich bisher eine Intelligenz gemeldet. Trotzdem ist ein Ende der Suche nicht abzusehen. Gibt es eine schöner gelebte Umsetzung des Prinzips Hoffnung? Was da in anderen Wissenschaften nicht alles schief gehen kann! Ein Klon, der nicht tut, was der Biotechniker will. In der Chemie erst: Kawumm! Oder in der Physik: ein Strahlenmeer. Anders bei Seti, der reinsten aller Wissenschaften. Unverrückbar bleibt das Ziel erhalten, die große Frage im Raum. Kathedralengroß lauschen Teleskope nach Antworten vom Himmel, und hierbei kann nichts daneben gehen. Umso größer ist der Erfolg, den Seti in Aussicht stellt. Vergleichbares bietet sich einzig der Konkurrenz in der Sternwarte Castel Gandolfo. Dort suchen Astronomen des Vatikans den Himmel nach Schwarzen Löchern, Braunen Zwergen - und IHM ab. Noch herrscht kosmische Ruhe. Zum Glück. Ein Signal, schon wäre der Teufel los. Erst recht, wenn sich die Intelligenz bei den Römern melden sollte. Oder Gott bei der Konkurrenz.