Westentaschencomputer, auch Organizer oder PDAs genannt, sind nichts Neues. Insbesondere der Palm Pilot hat den Markt aufgemischt, durch seine einfache handschriftliche Eingabe (Graffiti genannt) und die gute Anbindung an PCs jeglichen Betriebssystems. Nun haben die Erfinder des Palm Pilot eine neue Firma namens Handspring gegründet und soeben den Visor auf den Markt gebracht.

Auf den ersten Blick unterscheidet sich der Visor kaum von seinem Vorbild: Die Software stammt von Palm, selbst die Bedienungsknöpfe haben dieselben Funktionen wie beim Pilot. Der wichtigste Unterschied wird deutlich, wenn man das Gerät umdreht: Auf der Rückseite ist nämlich ein Loch, ein etwa vier mal fünf Zentimeter großes Einschubfach. Da kommen nicht etwa die Batterien rein, sondern so genannte Springboard-Module, die sowohl von Handspring als auch von anderen Firmen angeboten werden. Und mit diesen Modulen erweitern sich die Möglichkeiten des Kleinstcomputers: Da sind zunächst simple Speichererweiterungen oder auch ein Einschub, auf dem ein Golfspiel fest programmiert ist. So richtig interessant sind aber die Module, die den PDA zu einem ganz anderen Gerät mutieren lassen: ein drahtloses Modem macht den Visor zur mobilen Internet-Station. Mit einem MP3-Einsatz wird er zum Audioplayer, mit einem GPS-Stecker zum Navigationssystem. Weitere Module machen ihn zum Radio, zum Handy, zum elektronischen Buch, zum Scanner oder zum Diktiergerät.

In den USA wird der Visor schon verkauft, bei uns soll er im Mai auf den Markt kommen. Über den Preis gibt die Firma noch keine Auskunft, aber für etwa 400 Mark sollte das Basisgerät wohl zu haben sein.

* Mehr Informationen gibt es zurzeit nur auf der englischsprachigen Seite www.handspring.com