die zeit: Sie machen gerade ein Freiwilliges Soziales Jahr in Frankreich. Was reizt Sie daran - das Ausland oder das soziale Engagement?

Elise Luckfiel: Das Ausland. Ich wollte nach dem Abi ein Jahr weggehen und habe geguckt, was es da für Möglichkeiten gibt.

zeit: Naheliegend wäre Au-pair gewesen ...

Luckfiel: Au-pair ist nichts für mich. In einer fremden Familie leben, Kindermädchen und Putzfrau sein - da sind die Arbeitsverhältnisse nicht klar, und ich würde mich ausgeliefert fühlen.

zeit: Was konkret machen Sie jetzt?

Luckfiel: Ich arbeite in einem Heim für geistig und körperlich schwer behinderte Kinder und Erwachsene. Morgens muss ich die Kinder waschen, mit ihnen spazieren gehen und dann Mittag essen. Am Nachmittag gehe ich mit ihnen zum Schwimmen oder zur Reittherapie.

zeit: Wie sind Sie an die Stelle gekommen?