Tempo 30, 40, maximal 60. So bewegen sie sich durch unseren Film, die zwei Helden der Landstraße, die der Zufall eines Tages zusammenführt. Mitten im Liebesfrust der eine, versunken in selbst gewählter Einsamkeit der andere, bilden sie ein merkwürdiges Duo auf der Suche nach - ja, was eigentlich?

Jeder Blick, jeder Schritt die Entdeckung der Langsamkeit, nicht mehr, nicht weniger.

Doch das ist immerhin ein Anfang.

Apropos: Ganz zu Beginn, da ist das Tempo sogar ziemlich fetzig, nur geht das halt nicht gut. Das Leben ist manchmal auch eine Haltestelle, und wer nicht aufpasst, übersieht was im Vorbeifahren und landet am falschen Ort. Ein anderer wird womöglich nie abgeholt, doch was letztlich besser ist, kann nur jeder selbst herausfinden. Auch wenn er dazu Umwege braucht. So far, so good: Am Ende sieht man eine weiße Wand, das sagt hier mehr als tausend Worte.

Das Vertrauen des Regisseurs in seine Bilder war damals noch ganz ungebrochen. Das zeigt sich auch in der vielleicht schönsten Szene des Films, als die zwei zu Schattenkämpfern werden und eine Gruppe Kinder fröhlich applaudiert.

Kinder in ihrer Spontaneität sind häufig Hoffnungsträger in seinen Filmen verhalten dagegen die wortkargen Helden, vor allem in den früheren Filmen.

Das Schweigen der Männer, beobachtet in endlos langen Einstellungen und fast ohne Schnitt.