Was will ich eigentlich? Was passt zu mir?" Diese Frage habe ich mir das erste Mal gestellt, als ich ungefähr vier Monate bei Procter & Gamble war.

Das Unternehmen und die Leute gefielen mir zwar, aber meine Arbeit war mir einfach zu abstrakt. Mein Job war es, für Produkte wie Tempo und Bounty-Küchenrollen Zahlen zu beschaffen und so zu bearbeiten, dass man daraus Gewinn und Umsatz prognostizieren kann. Ich saß fast nur vor dem Computer und kam mit den Produkten, dem Handel und dem Marketing kaum in Berührung. Ich bin zwar ein Zahlen-Freak, aber ich habe auch gerne mit Menschen und Produkten zu tun.

Als ich wieder einmal bei meinem Chef im Zimmer war, habe ich das Thema angesprochen. Schließlich kann er mir nicht helfen, wenn er nicht weiß, womit ich unzufrieden bin und was ich will. Damals hatte ich noch ziemlich verschwommene Vorstellungen von möglichen Alternativen. Ein paar Monate später musste ich meine Ziele genauer definieren.

Bei Procter füllt man einmal im Jahr einen so genannten Work & Development Plan aus. Auf diesem Bogen gibt es eine Rubrik, die sich "Career Interest" nennt. Dort trägt man ein, was man erreichen will. Ich habe hingeschrieben, dass ich mehr mit Handel, Vertrieb und Marketing zusammenarbeiten möchte.

So ein Papier ist keine Garantie dafür, dass die eigenen Wünsche berücksichtigt werden, das ist klar. Aber ich habe schon den Eindruck, dass Procter das ernst nimmt. Schließlich nutzt es auch dem Unternehmen, wenn die Leute Jobs machen, die zu ihnen passen.

Trotz allem habe ich auch danach nicht gewartet, bis Procter auf mich zukam.

Ich finde, man muss sich schon auch ein bisschen um sich selbst kümmern. Ich habe zum Beispiel immer wieder mit meinem Chef und ein paar anderen Leuten über meine beruflichen Wünsche gesprochen - nicht nur dann, wenn der Work & Development Plan gerade auf meinem Tisch lag.