Das Sparbuch ist zwar noch lange nicht ausgestorben, es hat aber ernst zu nehmende Konkurrenz bekommen: die Börse. Noch vor einigen Jahren dachte der Großteil der Deutschen beim Thema Aktienmarkt eher an Zocker und Kursstürze als an Gewinne und die eigene Altersvorsorge. Seit dem Börsengang der Deutschen Telekom Ende 1996 hat sich das geändert. Inzwischen besitzen nach Angaben des Deutschen Aktieninstituts 5 Millionen Bundesbürger oder 8 Prozent der Bevölkerung Aktien. Weitere 4,7 Millionen haben Fondsanteile gekauft.

Tendenz steigend. Ein Volk von Aktionären ist Deutschland damit aber noch nicht. In den USA und Großbritannien besitzt jeder Vierte Unternehmensanteile. In Schweden sind sogar mehr als 35 Prozent der Bevölkerung Aktienbesitzer.