Es steht schlecht um die Welt, findet Prof. Jörg Immendorff, aber das Gute daran ist, dass die Bild-Zeitung ihre Leser für 0,80 Mark daran teilhaben lässt. Denn Prof. Immendorff, "einer der bekanntesten zeitgenössischen Künstler", hat diesen Zustand am 8. 4. 2000 im Format einer Bild-Seite illustriert. Vor einer öden Landschaft liegt ein kreisrunder Handspiegel, in dem eine nackte Frau zu sehen ist, die an Krücken geht. Ihre Füße sind an Kugeln gefesselt, aus ihrem Kopf wachsen kleine Figuren. Fortuna heißt die Dame, wir ahnten es, sie gibt sich altdeutsch, die graublaue Farbigkeit zitiert den Gevatter Hans Baldung Grien. So weit, so gut, und wie zutreffend Prof. Immendorffs Bild-Analyse ist, bestätigten Kanzler Schröder ("Tolle Idee"), Franz Beckenbauer ("Richtig gut") sowie zahlreiche Gäste, die das Ereignis beim ersten Bild-Kulturtreff feierten. Bei Prosecco und Fingerfood.

Sagte TV-Moderatorin Nina Ruge: "Das ist hoffentlich nur die Vorspeise."