Keine Seeschlachten mehr! Konteradmiral Lutz Feldt, der neue Flottenchef der deutschen Marine, hat jetzt in einem Zeitungsinterview klar Schiff gemacht: "Große Seeschlachten können wir vergessen." Das klingt hart. Aber das klingt auch bitter, sehr bitter. Aufgeräumt und abgewrackt. Keine Seeschlachten mehr! Was da alles verloren geht: Kanonengebrüll, Schreie, splitternde Planken, brechender Mast, tobende Wogen, blutige Gischt. Diese wahre Wellness der Matrosen, diese einmalige, in Jahrhunderten gewachsene Seeschlachtkultur, Lepanto, Trafalgar, Tsushima, Skagerrak, Namen, die Kenner zum Träumen bringen wie Château d'Yquem, Chapeau claque du Pape, Wehlener Sonnenuhr oder Oggersheimer Lump. Und das alles soll nun Vergangenheit sein?

Darf die Berliner Republik das dulden? Und wie soll es nur weitergehen?

"U-Boote", sagt der Konteradmiral, "U-Boote können unabhängig und unsichtbar in internationalen Gewässern ... operieren, ohne provozierend zu wirken."

U-Boote! Unsichtbar! So musste es kommen. Und wir dürfen sagen: So kann das nichts werden. Helfen wir alle mit: Zwingen wir Rot-Grün, endlich aufzutauchen. Postkarten an Fahrradfahrer Scharping und Sparkommissar Eichel, den Fiskalpazifisten. Stichwort: Seeschlacht tut Not!