Was im Katalog steht, gilt, auch wenn mündliche Aussagen anders lauten.

Ein Urlauber, dem von seinem Reisebüro eine Ferienunterkunft in ruhiger Lage zugesichert worden war, obwohl die gebuchte Pension an einer verkehrsreichen Durchgangsstraße lag, klagte auf Entschädigung. Wie das Landgericht Frankfurt/M. (Az.: 2/24 280/97) befand, stand die Information des Reisebüros im offenen Widerspruch zu dem Katalogtext, wo von ruhiger Lage nicht die Rede war. Daher schmetterte es die Klage ab.

Von Blond in Grün verfärbten sich die Haare einer Touristin nach einem Bad im Hotelpool. Das stark gechlorte Wasser hatte zu dieser chemischen Reaktion geführt, weshalb das Amtsgericht Homburg (Az.: 2 C 109/97-10) eine Reisepreisminderung in Höhe von 10 Prozent genehmigte. Berücksichtigt wurde dabei ein Mitverschulden der Frau, weil diese ohne Badekappe geschwommen war.