Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist der Reichste im ganzen Land? In der vergangenen Woche fragte sich das Larry Ellison, Chef des Datenbankherstellers Oracle, der 690 Millionen Aktien an seiner Firma hält. Während die Internet-Aktien schwächelten und auch Microsofts Werte nicht besonders stark waren, legte Oracle zu. Zeitweilig war Ellison 51,6 Milliarden Dollar schwer und nur noch 4 Milliarden von Bill Gates entfernt. Der hatte nämlich im Lauf der letzten Wochen 30 Milliarden verloren - vor allem eine Reaktion der Anleger auf den Schuldspruch im Monopolprozess. Zu Ostern kann Gates jedoch wieder aufatmen: Der Abstand zum Erzrivalen Ellison beträgt jetzt wieder 8 Milliarden Dollar.

Hast du etwas in der Tasche, oder freust du dich, mich zu sehen? Neuer Schwung für Microsoft könnte von einem System namens PocketPC kommen, das die Firma in der vergangenen Woche vorstellte. PocketPC ist der Nachfolger des glücklosen Windows CE, einem Betriebssystem für Kleinstrechner. Windows CE konnte sich nicht gegen das Palm OS durchsetzen, das in den Hand-Rechnern von Palm Computing, IBM und Handspring werkelt und einen Marktanteil von 85 Prozent hält. Bestandteil des neuen PocketPC- Systems ist der eBook Reader, ein Programm für das Lesen elektronischer Taschenbücher. Der Reader arbeitet mit einer Cleartype genannten Darstellungstechnik. Und die bezieht Microsoft von einer Firma, deren Chef Dick Brass ist - der langjährige Redenschreiber von Larry Ellison, bekannt dafür, dass er immer die schmutzigsten Gates-Witze in Ellisons Reden einflocht. So schließen sich die Kreise im Silicon Valley.