Ist Ihr sorgfältig gejätetes Beet mit den Stiefmütterchen und Primeln in Wirklichkeit ein wildes Liebeslager? Und die gepflegten Rabatten neben dem Kiesweg der Ort orgiastischer Paarung? Das soeben erschienene Buch "Sex im Garten" bringt ein wenig Aufregung in die vermeintlich unschuldige Botanik. Die von England nach Colorado verpflanzte Autorin Angela Overy beschäftigte sich mit Blütenkelchen, die schamlos mit aphrodisierenden Substanzen locken und nach dem Prinzip "bigger is better " ihre Sexualorgane präsentieren. Lüsterne Hermaphroditen und Bisexuelle im Blumenbeet - doch scheint auch im Garten der Lüste guter Sex eine Sache der Fantasie zu sein

Wie war das noch mal mit den Pflanzen?

Erzählen Sie mehr.

Sie wissen ja, dass sich in Ihnen oder mir Eizellen befinden, die befruchtet werden müssen, damit ein Baby entsteht.

Ja.

So ist das auch bei Pflanzen: Der Samen muss befruchtet werden, aber Pflanzen können ja nicht rumlaufen, also brauchen sie jemanden, der von Pflanze zu Pflanze geht, um die männlichen Gene zu verteilen.

Die Bienen.