Andy Warhol und seine Welt Das dänische Traummuseum der Moderne Louisiana lockt mit einer Ausstellung, deren Titel Synonym ist für Glamour und Starkult, Partys und Exzesse: Andy Warhol. Der ebenso lebens- wie publicityhungrige Popkünstler (1928-1987) hat in den sechziger Jahren den Kunstbetrieb New Yorks erfolgreich aufgewirbelt. Nicht nur mit trivialen Acrylbildern von Suppendosen, Coca-Cola-Flaschen und Dollarnoten oder mit seinen Siebdruckikonen von Marilyn Monroe, Elvis Presley. Heute noch ranken sich Legenden um seine Factory-Feste in der 47. Straße, die hipsten Partys der Stadt. Von hier aus eroberte der gern auch mit seiner Schüchternheit kokettierende Mann die ganze Welt. Sein Markenzeichen: die silberweiße Perücke. Andy war Pop, und Pop war Andy, sagte sein Freund Henry Geldzahler, später Kulturdezernent von New York. Ja, diese Einstufung hätte Andy vermutlich sehr gefallen. Seine Äußerung, jedermann könne für 15 Minuten berühmt werden, galt schließlich nicht für ihn. Er wollte es für immer sein.

Bis 30. Juli. Louisiana, Museum of Modern Art, DK-3050 Humlebæk, Do-Di 10-17 Uhr, Mi 10-22 Uhr, Eintritt 60 dänische Kronen