Angeblich fährt die ganze Welt zur Expo nach Hannover, da dürfen natürlich die Jedermanns aus Augsburg nicht fehlen: Papa Franz, Mutter Maria, Sohn Peter (12) und die sechsjährige Christine. Benni wird bei Nachbars abgeliefert - Hunde müssen bei der Expo draußen bleiben. Ihren Kombi lassen die Jedermanns in der Garage stehen, denn alle warnen vor dem Verkehrschaos.

Außerdem kosten die Parkplätze rund ums Expo-Gelände 20 Mark.

Also die Bahn. Sie bietet Spartickets an, die in Verbindung mit der Expo-Eintrittskarte gelten. Ab 400 Kilometer kostet das Familienticket 2.

Klasse 299 Mark (Hin- und Rückfahrt, ohne Bahncard), noch hinzu kommt ein ICE-Zuschlag von fünfzig Mark. Samstag in der Früh geht's los, nach vier Stunden Fahrt heißt es Endstation Expo. Vom eigens errichteten Bahnhof Hannover-Laatzen sind es nur 340 Meter bis zum Westeingang der Weltausstellung.

Es ist 11 Uhr, seit zwei Stunden sind die Tore geöffnet. An der Kasse empört sich ein Herr mittleren Alters: Warum soll ich jetzt 89 Mark für die Tageskarte löhnen, die kostet doch nur 69! Die Jedermanns lächeln gelassen.

Dass man an den Tageskassen einen Aufschlag bezahlen muss, (zehn Mark unter der Woche, zwanzig am Wochenende) wussten sie schon. Denn sie haben sich gründlich über die Weltausstellung informiert. Der Vater über die Expo-Hotline (0/2000, 60 Pfennig pro Minute), der Sohn im Internet (www.expo2000.de) und die Mutter im Reisebüro um die Ecke. Dort haben sie auch ihr Familienticket für 199 Mark abgeholt.

Auf dem 170 Hektar großen Gelände kommen sich die vier erst einmal verloren vor. Zum Glück hat Vater Franz den offiziellen Expo Guide samt Hallenplan im Rucksack. Den hat er sich in der Buchhandlung für 20 Mark besorgt. Aber Mutter Maria möchte dennoch lieber eine richtige Führung machen.