Ein krasses Missverhältnis: Die Zahl der offenen Stellen in Deutschland steigt in jüngster Zeit, aber die der Arbeitslosen sinkt nur langsam. Die Gründe dafür sind vielfältig. So wächst die Anforderung an die Qualifikation der Arbeitnehmer. Schlechter Ausgebildete werden durch besser Qualifizierte verdrängt. Das gilt besonders dann, wenn die Arbeitslosenquote hoch ist: Die Unternehmen können auswählen. Nur bei annähernder Vollbeschäftigung - etwa 1975 und 1980 - ist auch die Arbeitslosenquote unter geringer Ausgebildeten klein. Hinzu kommt oft mangelnde Mobilität. Allerdings muss auch die Arbeitsverwaltung nachbessern: So spiegelt sich die Vielfalt der neuen Berufe noch nicht in der Statistik wieder. Das aber wäre wichtig für den künftigen Bedarf - und damit für Aus- und Fortbildung.