1960 drehte er den einzigen Film als Regisseur: den Low-Budget-Thriller: The Gangster Story.

Seit den sechziger Jahren war er, zusammen mit seinem Ko-Star Jack Lemmon, einer der beliebtesten und erfolgreichsten Komödianten in Hollywood.

Zwischendurch aber ging er auch Rollen an, die ein anderes Repertoire erforderten: zurückhaltendere Gesten, eine verschlossenere Mimik, eine düstere Ausstrahlung. In Massenmord in San Francisco (1972) und Stoppt die Todesfahrt der U 123 (1974) verkörperte er melancholische Polizisten, die nicht fassen können, wie ihre Welt immer weiter versinkt in Dreck, Drogen und Gewalt: a stranger there himself. In Der große Coup ist er ein listiger Allerweltstyp, der nach einem Bankraub entdecken muss, dass eine zu dicke Beute nur in Gefahr und höchste Not mündet, aus der kein Mittelweg herausführt, nur eine noch verschlagenere Volte, die professionelle Grenzüberschreitung. Dieses Allerhöchste galt auch für Matthau selber: "Die wahren Professionals überschreiten stets die Grenzen dessen, was die Nichtprofessionals für die Grenzen der Profession halten."

Am vergangenen Samstag ist Walter Matthau in Santa Monica einem Herzanfall erlegen.