Da liegt eine Schuld auf dem Haus, und wenn sie die nicht bis September abbezahlen, dann ... dann muss die Familie raus. All die Behördenbriefe hat der Vater ungelesen beiseite gelegt - er kann nicht lesen. Und jetzt läuft die letzte Frist. Jule will dem arbeitslosen Vater helfen, so mutlos ist das Haus nicht zu retten. Lesen kann die neunjährige Tochter zwar auch nicht, aber das würde jetzt ohnehin nichts mehr helfen. Also, Ideen bitte. Dauert gar nicht lange, da stehen die beiden Analphabeten in der neuen Werkstatt und lassen die Maschinen kreischen. Und am Ende kreischt auch noch ein neues Baby. Ein amerikanisches Märchen, zu schön, um nicht wahr zu sein. Karen Hesse erzählt mit Charme und ohne Komplikationen: Nennt mich einfach Jule (Ü: Heike Brandt dtv junior 123 S., 10,50 DM). Für Leser in Jules Alter, das ganze Alphabet lächelt verheißungsvoll.