Überm See, der um diese Zeit kippt und einen grünen Schleim produziert, einen Lack für die Kiesel, der - mittags, wenn sie sich zeigt - die Sonne einfängt, die unverfänglich aus dem Flickwerk der Wolken hervortritt, blaß von langer Entwöhnung, überm See steht ein Vogel wie ein kleines, schwarzes Gedicht, unmerklich zitternd, wenn es gilt, eine Zeile zu brechen.

Ich stehe am Ufer, zaudernd, unter der stöhnenden Eiche, schreibe mit, blättere um, sammle ein, was das Jahr sich holte und aus den Augen verlor, als wollte es mir beweisen, wie belanglos ich sei.

Der Vogel dreht ab, wie auf Befehl, nimmt den Ostwind mit, und mit dem Ostwind das Licht, in Sekundenschnelle.

Mir ist, als wäre seine Flugbahn noch zu erkennen, eine hellere Spur in dem wattigen Dunkel, die eine Einsamkeit von der anderen trennt.

Schon war es dunkel. Und das Holz murrte unter den Schlägen des Windes.

Der See sprang vor die Haustür, als hätte er ein Anrecht auf Einlaß.

Auch die Bücher regten sich und entließen immer dieselben Wörter, bis ihr Herz leer war.