Wüste Die Spuren der Karawanen im Sand, die Weite des Horizonts, die endlosen Dünen - die Bilder, die man zum Thema Wüste im Kopf hat, werden jetzt in Fotos und Filmen in der Ausstellung Wüste zum Erlebnis. Die Bilder-Reise führt das Publikum von der Wüste Gobi in China bis zur großen Sandwüste in Australien, von der Erkundung zur Verklärung. Vor 100 Jahren, als die ersten Abenteuerfotografen, Wüstenwanderer aus Neugier und Leidenschaft, nomadengleich, monatelang mit den Karawanen durch den Sand zogen, hatten sie vor allem eines im Sinn: Landschaft und Menschen so authentisch wie möglich in kristallklarer Präzision abzulichten. Heute lassen Fotografen die fernen Weiten gern als einen bestechend schönen Ort der Poesie erscheinen. Lara Baladi etwa, eine 29-jährige Fotografin aus Kairo, hat das Geheimnis dieser Einsamkeit für sich entdeckt. Die Wüste Lybiens sieht sie, allen klimatischen Härten zum Trotz, als magischen Platz zum Verweilen. Den amerikanischen Video-Kunst-Star Bill Viola dagegen nahmen Lichteffekte und Atmosphäre gefangen: Er bringt die heiße Luft über dem Sand zum Schwingen.

(Bis 5. November, Fondation Cartier pour l'Art Contemporain, Paris, 261 Boulevard Raspail, So-Di, 12-20 Uhr, Eintritt 30 FF)