Mir stehen angesichts des so genannten Kernkraftkonsenses die Haare zu Berge. Entweder sind unsere Kernkraftwerke gefährlich, dann gehören sie sofort abgeschaltet. Oder sie sind nur unwirtschaftlich, dann verschwinden sie von alleine. Oder sie sind ohne Perspektive, also ohne an die verbleibenden Laufzeiten etwas Sinnvolles, Zukunftsweisendes zu knüpfen.

Wie könnte man das anpacken? Die Alternativen zu den Kohle-, Öl- und Kernkraftwerken sind bekanntlich das Energiesparen und die Nutzung der Sonnenenergie. Für eine großtechnische Sonnenenergienutzung kennen wir heute - weit über die Photovaltaik und die Windräder hinaus - drei Technologien: Die Rinnen-, Turm- und die Aufwindkraftwerke.

Es wäre nun dringend nötig, aber auch sofort möglich, sie in globaler Zusammenarbeit mit geeigneten Sonnenländern an vergleichenden Prototypen zu erproben und so zu beweisen (oder zu widerlegen), dass wir aus wirtschaftlicher und ökologischer Sicht nicht auf die Kernernergie angewiesen sind.

Dem wäre hinzuzufügen, dass das stärkste Argument gegen die Kernenergie der immense Energiebedarf der Länder der Dritten Welt ist: Sie können sich Kohle und Öl heute schon nicht leisten, und dort wären Kernkraftwerke wirklich so gefährlich wie nirgendwo sonst. Aber ohne Energie - also ohne Sonnenenergie - können sie ihren Lebensstandard nicht steigern und ihre Bevölkerungsexplosion nicht zügeln. Welch schöne Aufgabe für uns, diese Entwicklung in Zusammenarbeit mit diesen Ländern zu ihrem und unserem Nutzen zu betreiben!

Unsere Jungen stehen sprungbereit

warum lässt man sie nicht, warum werden sie und wir alle mit Konsensgesprächen und Umweltgipfeln hingehalten, bis es zu spät ist?

Erstens, weil leider immer noch nicht allgemein bekannt ist, dass eine Sonnenenergienutzung wirklich möglich ist und weil das Bundeswirtschaftsministerium offensichtlich meint, alles tun zu müssen, damit das auch so bleibt!