die zeit: Sie sind Geschäftsführerin der WissenschaftsAgentur an der Universität Salzburg. Was ist das?

Karin Hofer: Damit Forschungsergebnisse gesellschaftlichen Nutzen haben, müssen sie auch kommuniziert werden. Wir vermitteln und verkaufen Diplomarbeiten und Dissertationen an Institutionen, Gemeinden und Firmen.

Außerdem besorgen und vermitteln wir Aufträge von außen. Wenn ein Unternehmen beispielsweise eine Kundenbefragung zum Thema Qualitätssicherung in der Tourismusbranche braucht, dann versuchen wir, das als studentisches Projekt, Diplomarbeit oder Dissertation zu organisieren.

zeit: Bis Ergebnisse vorliegen, kann das aber dauern ...

Hofer: Sicher. Aber es ist eine sehr kostengünstige Möglichkeit der Informationsbeschaffung für kleine Unternehmen und Organisationen. Im letzten Jahr hatten wir 56 Projekte laufen. Ein Beispiel: Die Stadt Salzburg hatte ein Programm zur Neugestaltung der Parks gestartet. Dazu haben wir ein interdisziplinäres Projekt koordiniert, das anderthalb Jahre lief: Welche Funktion haben die städtischen Parks? Wie sind Fauna und Flora beschaffen?

Welche Ansprüche haben Kinder, ältere Menschen?

zeit: Wie ist die Agentur organisiert?