Amerika, du hast es nicht besser. Und du hast es schon gar nicht besser verdient: Big Brother ist über den Atlantik gehüpft und bespitzelt fortan zehn wackere US-Bürger beim Doughnut-Backen und Zähneputzen (allerdings - das Fräulein von Prüderie lässt grüßen - "nicht beim Duschen"!). Ausgerechnet am 4. Juli, dem Tag der Unabhängigkeit, haben die Kandidaten das kameraüberwachte Haus bei Los Angeles bezogen. Das ist Europas späte Rache für Cherry Coke, für McDonald's, für Baywatch und den Daily Talk.

"Normalerweise kommt der Schwachsinn aus den USA nach Europa. Diesmal ist es umgekehrt", kommentierte ein Kommunikationswissenschaftler aus Washington den Import. Wer drüben meint, schlimmer kann es nicht kommen, sollte warten, bis der erste Kandidat - sagen wir, der Feinblechner Joe aus Albuquerque - das Haus verlässt und eine Single produziert. Es lebe der europäische Kulturimperialismus!