Microsoft musste in der vergangenen Woche eine empfindliche Niederlage vor dem Bundesgerichtshof in Karlsruhe einstecken. Verhandelt wurde dort, ob das so genannte Unbundling von Software zulässig sei. Beim Bundling wird ein Computer zusammen mit dem Betriebssystem Windows und anderen Microsoft-Produkten ausgeliefert, wobei die Software weit unter Listenpreis verkauft wird. Wenn nun Kunden etwa Computer mit Linux -System ordern und die Microsoft-Zugaben nicht benötigen, kann der Händler das Bündel aufschnüren und die Software separat verkaufen - eine Praxis, gegen die Microsoft bisher recht erfolgreich vorgegangen ist. Nun entschieden die Bundesrichter, dass Softwareunternehmen das Unbundling nicht so einfach einschränken können. Microsoft will so schnell wie möglich mit neuen Lizenzmodellen auf das Urteil reagieren.

IPv6 klingt technisch und ist es auch: Das Internet-Protokoll, Version 6, wird dieser Tage bei großen Internet-Diensten in Betrieb genommen. Auf Hochleistungsstrecken wird untersucht, ob das neue Protokoll unter Volllast stabil läuft. Im nächsten Jahr soll es das bisher geltende IPv4 ablösen und der Knappheit so genannter IP-Nummern ein Ende machen. Jeder am Internet angeschlossene Computer hat solch eine Nummer. Die erweiterten Adressen von IPv6 reichen theoretisch aus, jeden Quadratmeter der Erde mit mehreren tausend Internet-Adressen zu versorgen. Das wird nötig sein, wenn der Kühlschrank mit der Verkehrsampel und dem Auto über das Internet aushandelt, wann die Lasagne in die Mikrowelle muss, damit just in time das Essen fertig ist, wenn die Haustür das Herrchen meldet.