Mit Anne hat Jimmie die Frau seines Junggesellenlebens gefunden. Warum sollte er sein Glück durch eine Heirat zerstören? Treten Jimmies Freunde vor den Altar, sieht der Bindungsphobiker immer nur eines: Brautsträuße, die sich in Lassos verwandeln und das Tier im Manne einfangen. Als er Anne doch noch um ihre Hand bittet, bringt er nur ein "Du hast gewonnen" hervor. Annes Neinwort wird zum Stadtgespräch. Jimmies Großvater trifft der vermasselte Antrag mitten ins Herz. Sein Millionenerbe soll dem Enkel nur zuteil werden, wenn er bis zu seinem 30. Geburtstag verheiratet ist. Der eine Tag, der Jimmie bleibt, um diese Bedingung zu erfüllen, geht dahin mit der Werbung um sieben Exfreundinnen, denen der Verzweifelte sich andient, während Anne im Schmollwinkel sitzt. In Seven Chances, dem legendären Original aus dem Jahr 1925, scheitert Buster Keaton siebenmal, bevor ihn die Zeitungsannonce eines Freundes zum "Mann mit den tausend Bräuten" macht. Den heiratsversessenen und geldgierigen Frauen in Weiß verdankt die Filmgeschichte wunderbare Gags. In Seven Chances führt Busters Flucht vor der tausendköpfigen Hydra der Ehe an einer Mauer vorbei, von der nach dem Durchmarsch der übergriffigen Weiblichkeit nichts bleibt als eine Staubwolke. Chris O'Donnell hat in Gary Sinyors amüsantem Remake Der Junggeselle weniger zu erdulden als der für seine tolldreisten Stunts bekannte Keaton. Dennoch hat Sinyor dem Übervater der Filmkomödie Aberwitziges entgegenzusetzen - nicht zuletzt, weil es Peter Ustinov ist, der in der Rolle des listenreichen Erblassers zu blumigen Ausführungen über die Genese des eigenen Fleisches und Blutes seine Steaks auf den Grill haut.