Nur mithilfe des Internet ließ sich ein kniffliges mathematisches Problem lösen. Wie, fragten sich Konzernstrategen, muss man eine bestimmte Anzahl Produktionsstätten auf ebenso viele Standorte verteilen, damit die Transportkosten so klein wie möglich sind? Für wenige Orte ist die Rechnung leicht, bei 30 Orten aber fast unlösbar. Seit 1968 setzte man erfolglos auf schnelle Computer, nun knackten amerikanische Wissenschaftler das NUG30 genannte Rätsel. Ihr Trick: Sie ließen auf vielen Rechnern, die via Internet miteinander verbunden waren, einen ausgeklügelten Algorithmus gleichzeitig laufen. Was auf einem Hochleistungsrechner sieben Jahre gedauert hätte, erledigten die parallel arbeitenden Computer in knapp einer Woche. Ohne den Algorithmus hätte ein einzelner Superrechner, der eine Trillion Varianten pro Sekunde testen kann, für die Lösung hundertmal länger gerechnet, als das Universum alt ist.

Rinderwahn, Menschenwahn?

Die Hirnerkrankung BSE könnte durchaus über so genannte Prionproteine vom Rind auf den Menschen übertragen werden. Dies vermuten Forscher der ETH Zürich, weil sie sehr ähnliche Strukturen dieser körpereigenen Eiweiße bei Rind und Mensch gefunden haben. Bei BSE lagern sich krankhafte Varianten der Prionproteine im Gehirn ab. Die Schweizer Wissenschaftler betonen, dass sich zwar die Faltung der gesunden Eiweißmoleküle bei Rind und Mensch stark ähnelt, die Ladungsverteilung auf ihrer Oberfläche unterscheidet sich jedoch deutlich. Dies wiederum könnte die Übertragung von BSE erschweren. Weitere langwierige Forschungen sollen Klarheit bringen.

Recycling für Ölplattformen Die Betongestelle ausrangierter Ölplattformen könnten in Brückenkonstruktionen integriert werden. Das schlägt Björn Alsaker vom staatlichen Straßenwesen in der norwegischen Provinz Rogaland vor. Nach seinen Plänen lassen sich die Plattformunterteile für Brücken bis in Wassertiefen von 200 Metern einsetzen. Durch den Einsatz mehrerer Elemente könnte man auch auf den teuren Bau von Hängebrücken mit großen Spannweiten verzichten. Die wuchtigen Bauteile der Plattformen sollen eine Lebenszeit von gut 150 Jahren haben, im Dienst der Ölförderung stehen sie jedoch meist nicht länger als 25 Jahre.