Mäuse statt Motten fanden sich im Kleiderschrank eines Strandbungalows, wo die kleinen Nager sich an der Garderobe der Mieter gütlich taten.

Zerfressene Hosen jedoch muss kein Feriengast klaglos hinnehmen, entschied das Amtsgericht Stuttgart und genehmigte eine Minderung des Reisepreises (Az.

1 C 3061/85).

Das Mobiliar in einem Hotelspeisesaal darf nicht aus Plastik bestehen, wenn der Veranstalter im Prospekt ein rustikales Restaurant versprochen hat. Für einen Mexikotouristen sprang daher eine Preisminderung heraus. Mit einem rustikalen Ambiente, so das Amtsgericht Köln in seiner Urteilsbegründung, vertrügen sich keine Plastikmöbel (Az. 135 C 422/99).

An die Luft gesetzt wurden Pauschalurlauber von einem Hotelier am Gardasee, weil sich ihr Hund an den Tapeten ausgetobt hatte. Geld vom Veranstalter gab es trotz des Rausschmisses nicht zurück. Die Richter des Landgerichts Frankfurt am Main (Az. 2/24 S 390/98) befanden, dass ein Hotelier, der Tiere akzeptiert, zwar mit einem höheren Reinigungsaufwand rechnen muss, nicht aber mit Schäden im Zimmer.

Mit der Aussicht auf Mülltonnen statt wie versprochen aufs blaue Meer wollte sich ein Hotelgast nicht zufrieden geben. Das Landgericht Frankfurt am Main (Az. 2/14041/94-5/95) fand die Klage berechtigt und verurteilte den Veranstalter zur Rückzahlung von 20 Prozent des Reisepreises.