Ohne die Euroskeptiker stünden wir jetzt ganz schön blöd da. Ein Nörgler bei der Bundesbank hat in letzter Minute nochmals die neuen 100-Euro-Scheine gegen das Licht gehalten, und siehe da: Der Schnurrbart von Helmut Kohl war viel zu groß geraten. Okay, wahrscheinlich lief die Sache anders. Aber Peter Walter, der Hauptkassenchef der Bundesbank, will uns nichts Genaueres erklären. Geheimhaltungsgründe. So oder so müssen die 100-Euro-Scheine jetzt neu gedruckt werden, und Walter sitzt auf einem Berg wertloser Banknoten. Ein Problem mit den High-Tech-Tricks, mit denen die Eurodruckerei Giesecke & Devrient ihre neuen Scheine vor Fälschern schützt. Manche Beobachter waren ja schon beim letzten Giesecke-Geschäftsbericht skeptisch geworden, als der Jahresumsatz plötzlich auf "50 Billionen Euro, hauptsächlich in kleinen Scheinen" schnellte. Aber letztlich haben sich die Zentralbanken das Problem selber eingebrockt. Wer braucht heute noch Scheine?

Ganz früher, da wurde mit Naturalien gehandelt, zum Beispiel mit Hühnern.

Richtig lustig war es damals in den Bankfilialen. Doch danach ging es steil bergab. Steine, Muscheln, Münzen, Papier - nichts von alledem konnte vollkommen überzeugen. Heute haben die Menschen den Gelddruckereien den Rücken zugewandt und zahlen lieber bargeldlos. Scheine verwenden sie ganz, ganz anders: Eine Untersuchung der Firma Mass Spec Analytical in Bristol hat zum Beispiel ergeben, dass an 99 Prozent der britischen Banknoten Kokain haftet. Weil man mit den Scheinen so prima Röhrchen drehen kann.

Bundesbänker: Jetzt nicht auf dumme Gedanken kommen!