Die Verhältnisse, die nun jeder Hundefreund und Hundefürchter am Beispiel der Innenminister eindrücklich vor Augen geführt bekommen hat, herrschen freilich in der Kultur- und Bildungspolitik unseres Landes (und unserer Länder) schon seit langem, nur dass die Sachverhalte einen dort nicht so sinnfällig anspringen wie der Kampfhund sein Opfer. Weil auch in der Bildungspolitik die Faustregel gilt: "Wir handeln einheitlich - aber wenn einer nicht will, handeln wir nicht", geht eben auch seit langem kaum etwas voran. Und folglich gibt es keinen bildungsfördernden Wettbewerb zwischen den Ländern um die beste Lösung, sondern nur eine konkurrenzlose Suche nach dem "kleinsten gemeinsamen Nenner". Und der liegt immer nahe Null. Wen wundert's da, dass unsere Bildungspolitik auf den Hund gekommen ist?