Peter Wawerzinek: Das Meer an sich ist weniger Transit Buchverlag, Berlin 2000 131 S., 28,- DM Peter Wawerzinek ist in Rostock geboren und beim Meer in die Schule gegangen.

In kleinen Prosaminiaturen trägt er zusammen, was man vom Meer lernen kann: das große Verlorenheitsgefühl zum Beispiel, aber auch Geborgenheit. Man kann versuchen, dem Meer "ins Herz zu sprechen" oder sich wie eine Möwe zu benehmen ("fliege und recke dein Haupt"), man kann ein kleines tragbares Meer in sein Herz pflanzen und sich in Bescheidenheit üben. Am Ende gilt immer: "Einzig am Meer enteilt der Mensch dem Mustopf Zivilisation."

Anselm Glück: inland literaturverlag droschl, Graz 2000 84 S., 30,- DM Dies ist ein Libretto aus dem Mustopf der Zivilisation, eine Wortmusik von ganz unten, da wo der Menschenmus am dicksten und die Not am größten ist.

Hier wird gemordet, gehurt und gelustmolcht, was der Geldbeutel begehrt. Ab und zu spricht, ganz wie im wahren Leben, jemand ein paar richtige Worte im Falschen: "Das leben ist den menschen fremd" zum Beispiel oder "nur ruhig blut". Zum Glück wünscht Anselm Glück seinen Figuren am Ende "baldige Besserung".