Geschichte ist Volkssport, mehr als drei Millionen Deutsche versammeln sich alljährlich zur History-Parade. Doch ist es eine Vergangenheitsbegehung ohne Ramtamtam und Müllschlachten, denn statt sich gemeinsam in der Hauptstadt zu drängeln, verteilen sich die Geschichtswanderer auf viele kleine Orte. Einige tausend Schlosskirchen, Landhäuser und Bürogebäude laden an diesem Wochenende zum Tag des offenen Denkmals, darunter auch viele Bauten, die sonst für die Öffentlichkeit fest verriegelt sind. Was sonst nur Schauseite ist, lädt jetzt zur Einsicht - das Guckmal wird zum Denkmal. Besonderes Augenmerk genießen diesmal Industriedenkmale: Von der Müllverladestation bis zum Windkanal gilt es, das (von manchen heftig befehdete) Erbe der Industrialisierung zu entdecken (Programm unter www.denkmalschutz.de oder 0228/957 38 41).