die zeit: Fühlen Sie sich bedroht vom Boom der drahtlosen Technik?

Yvan Engels: Nein, im Grunde öffnet dies sogar neue Marktsegmente für uns.

zeit: Welche denn?

Engels: Ein Beispiel: Als vor etwa 10, 15 Jahren diese Netzwerktechnik aufgekommen ist, wurde gesagt, dass man damit jede Menge Kabel sparen wird.

Das hat für das einzelne Netz auch gestimmt. Aber dadurch, dass die Technik so einfach war und dann zur Totalvernetzung aller Geräte geführt hat, ist ein immenser Kabelbedarf entstanden. Und so sehe ich das auch jetzt: Drahtlos öffnet den Weg in Marktsegmente, wo es heute noch überhaupt keine Vernetzung von Geräten gibt, im Heimbereich zum Beispiel.

zeit: Bluetooth beseitigt den Kabelsalat unter den Schreibtischen. Stellen Sie den nicht her?

Engels: Diese Kabel stellen wir schon seit mehr als zehn Jahren nicht mehr her. Das ist ein Massenmarkt, der sehr stark unter Preisdruck steht. Weil diese Kabel gleich mit Steckern versehen und zusammen mit dem PC ausgeliefert werden, wurden sie mehr und mehr in den asiatischen Ländern hergestellt. Als deutscher Hersteller war das für uns nicht mehr lukrativ.