Kultur auf der Spur. Wer einmal von innen sehen will, was er bislang nur von außen bewundern konnte, bekommt am Sonntag, dem 10. September, viele Gelegenheiten: Am Tag des offenen Denkmals machen deutschlandweit rund 6000 historische Gebäude, Burgen, Kirchen, Parks, Grabungsstätten und alte Industriebauten ihre Pforten auf. Das Besondere dabei - ein Drittel dieser Denkmäler ist normalerweise der Öffentlichkeit nicht zugänglich. Das diesjährige Motto des europaweiten Kulturereignisses, das 1991 vom Europarat ins Leben gerufen wurde, heißt Alte Bauten - Neue Chancen. Es steht für die Suche nach neuen Funktionen für Bauwerke, die ihre ursprüngliche Bestimmung verloren haben, aber dennoch erhalten werden sollen. Rund 2500 Städte und Dörfer beteiligen sich mit Führungen an dem Projekt. Im Zentrum steht dieses Jahr die an der Grenze zu Polen gelegene Neißestadt Görlitz, in der sich beinahe bruchlos die Architektur vom Mittelalter bis in unsere heutige Zeit widerspiegelt. Für einen Blick zurück durch die Linse hat die Deutsche Stiftung Denkmalschutz einen Jugend-Fotowettbewerb ausgeschrieben, bei dem bis zum 30. November noch Beiträge eingereicht werden können. Im vergangenen Jahr gehörte das Bild von Schloss Eutin in Schleswig-Holstein zu den prämierten.

Tag des offenen Denkmals: 10. September. Informationen : Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Koblenzer Straße 75, 53177 Bonn, Tel. 0228/ 957 38 41 oder 78, Fax: 957 38 28, Internet: www.denkmalschutz.de