Erinnerung an die Deutsche Demokratische Völkerverständigung: Ein Bürger, so genannter Gammler, begehrt in Frankfurt (Oder) die "Brücke der Freundschaft" nach Polen zu überschreiten. Dies ist dem Genossen Grenzer gar nicht lieb. Er nimmt des Bürgers Ausweis, reißt, ritsch, eine Seite ein und bedauert: Mit beschädigtem Dokument kein Grenzübertritt!

Die Zeiten wurden andere im Ostland Brandenburg, Internationalismus und Rechts-Empfinden blieben. Da fackeln Unbekannte in Elsterwerda dem Ägypter Salah El-Nemr die Pizzeria ab

anschließend entziehen die Behörden dem Geschädigten das Bleiberecht, weil es an die Betreibung der Pizzeria gebunden sei. Da droht dem algerischen Bürgerkriegsflüchtling Khaled B., Opfer der Gubener Neonazi-Hetzjagd vom Februar 1999, die Abschiebung: Wegen hierzulande erlittener Traumata könne er sich ja nun in Deutschland nicht mehr integrieren. Bundestagspräsident Thierse hat in einem Brief an den Potsdamer Innenminis-ter Schönbohm (CDU) angeprangert, dass Rechtsextreme "mit Billigung offizieller Brandenburgischer Stellen" ihre Ziele erreichten.

Schönbohm, empört: Thierses Schreiben sei "ein beispielloser Vorgang". Möge das Beispiel Schule machen! C.D.