Biometrische Computerprogramme vergleichen die Maße eines körperlichen Merkmals mit einer bereits abgespeicherten Information und können so die Identität eines Menschen bestimmen. Nach Daumen, Ohrläppchen, Venenlage, Iris- und Retina-Messung hat die Wissenschaft nun den menschlichen Gang entdeckt. Professor Larry Davis von der Universität Maryland hat daraus eindeutige Merkmale errechnet, mit denen er etwa Bankräuber dingfest machen will. Aber auch in intelligenten Autos soll das Verfahren zum Einsatz kommen und beizeiten einen Betrunkenen am Rande der Fahrbahn erkennen. Ein biometrisches System namens Public Eye ist bereits seit einem Jahr in Las Vegas im Einsatz und dient der präventiven Verbrechensbekämpfung. Das System funktioniert akustisch, indem es 20 typische Wörter und 10 grundlegende Gebärden bei Bösewichten und ihren Opfern herausfiltert kann.

Die gängigen MP3-Player können ein bis zwei Stunden Musik speichern. Nun wollen Firmen wie Creative Labs und Neo Multi Technology mit Abspielgeräten auf den Markt kommen, die 400 Musik-CDs speichern können. Sie sind so groß wie herkömmliche CD-Player, nur erheblich schwerer. Das Gewicht kommt von der internen 16-Gigabyte-Festplatte. Nicht mithalten können nur die Batterien: Sie müssen nach zwei Stunden aufgeladen werden.

Nach dem Milliardenpoker um die UMTS-Lizenzen in Europa zerbrechen sich die Strategen der Telekom-Firmen den Kopf darüber, wie die Summen wieder eingespielt werden können. Mit seinem Buch Access (Campus Verlag) will sie der Gesellschaftskritiker Jeremy Rifkin beruhigen. Seine These: Nicht mehr das Privateigentum, sondern der Zugriff auf Information bestimmt die nächste Phase des Kapitalismus. Und dieser Zugriff werde geprägt durch UMTS-Geräte, die ständig online sind. Auf einem Forum der Marktforschungsfirma IDC erntete Rifkin auf einer Podiumsdiskussion heftigen Widerspruch von einem anderen Visionär der Vernetzung, Nicholas Negroponte. Nach dessen Meinung wird UMTS, bedingt durch die horrenden Versteigerungskosten, einfach zu teuer sein. Negroponte glaubt, dass "kostenlose" Technologien wie das auf anderer Frequenz operierende Nahbereichsnetz Bluetooth der große Renner sein werden. Auch GPRS, der hoch gerüstete Datentransfer im herkömmlichen Mobilfunknetz, werde sich als Knüller erweisen.

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