An dieser Stelle muss ich einmal den Teilnehmern des Stimmt's-Forums im Internet danken, die mich schon bei einigen Fragen auf wichtige Links im Netz hingewiesen haben. So auch in diesem Fall: Da förderten sie zwei Beispiele von Schulklassen zutage, die sich höchst wissenschaftlich mit der Frage beschäftigt und dabei auch Meereskundler befragt haben.

Das akustische Phänomen ist demnach weder auf das Meer noch auf das "Rauschen des Blutes" zurückzuführen. Tatsächlich handelt es sich um Resonanz: In der Schnecke (richtige Muscheln, die aus zwei Teilen bestehen, rauschen nicht) befindet sich eine so genannte Luftsäule - wie in jedem musikalischen Blasinstrument. Diese Säule hat eine Eigenfrequenz. Durch normalerweise kaum wahrgenommene Umweltgeräusche wird sie zum Schwingen angeregt und verstärkt die Töne, die in der Nähe dieser Eigenfrequenz liegen. Deshalb hat auch jede Muschel ihr charakteristisches Rauschen. Das Phänomen, das mit beliebigen Hohlkörpern funktioniert, kann man auch mit einem Mikrofon aufnehmen - und in dem zirkuliert ja bekanntlich kein Blut.

Die Adressen für "Stimmt’s"-Fragen: DIE ZEIT, Stimmt’s?, 20079 Hamburg oder stimmts@zeit.de . Das "Stimmt’s?"-Archiv: www.zeit.de/stimmts

Audio: www.zeit.de/audio