Erstaunlich ist, dass der niederländische Staat die Öffnung des Museums Haus Doorn, der Exilresidenz des deutschen Kaisers Wilhelm II., so lange ermöglicht hat. Der Exmonarch hat sich dort nämlich buchstäblich wie die Axt im Walde benommen. Er hat, nur aus Spaß und Dollerei, Tausende von Bäumen gefällt. Günter Grass vermerkt in dem Buch Mein Jahrhundert für das Jahr 1926 den 12 000. von "Seiner Majestät" abgeholzten Baum. Ein witziger Historiker hat einmal geschrieben: "Mit dem Kaiser kam das Waldsterben nach Holland."

Dr. Petrus Bockemühl Mettmann