Dass die Abspaltung einer Agrotochter nicht die Lösung aller Probleme ist, zeigt das Beispiel des Syngenta. Auch dem Aventis-Wettbewerber bringt das Designer-Getreide momentan wenig Glück. Beim Börsenstart am Montag dieser Woche zeigten die Aktionäre nur wenig Interesse an dem Unternehmen, das im Sommer aus den Landwirtschaftssparten der Pharmariesen Novartis und AstraZeneca entstand. Obwohl der Ausgabepreis der Aktie mit 85 Schweizer Franken am unteren Ende der Kursspanne lag, ließ er sich am Markt nicht durchsetzen. Am Ausgabetag wurde das Papier für 80 Franken gehandelt, am Dienstag sank der Kurs sogar noch weiter. Ähnlich war es schon dem US-Konkurrenten Monsanto im Oktober dieses Jahres ergangen. Auch der Pionier in Sachen Designer-Saatgut hatte beim Börsengang sein Kursziel verfehlt.

Syngenta-Chef Heinz Imhof versuchte das damals mit dem veralteten Monsanto-Sortiment zu erklären. Inzwischen sieht es jedoch ganz so aus, als ob die Anleger grüne Gentechnik - egal, ob alt oder neu - nicht zu schätzen wissen.