Wer sich selbstständig macht, der benötigt bald auch Hilfe - und schafft deshalb neue Arbeitsplätze. Eine große Zahl von Handwerkern, Freiberuflern, kleinen Händlern wie auch neuen IT-Firmen ist also in der Regel gut für den Arbeitsmarkt. Bestes Beispiel ist der Regierungsbezirk Oberbayern mit 140 Selbstständigen je 1000 Erwerbstätigen. Die Arbeitslosenquote beträgt dort nur 6 Prozent. Spiegelbildlich erklärt sich so zumindest teilweise die Arbeitsmarktmisere in Ostdeutschland: Weil Selbstständigkeit in der DDR unterdrückt war, gibt es einen erheblichen Nachholbedarf.