Wir wollten es nicht glauben. Aber die Quelle war seriös, und Nachfragen ergaben: Es stimmt. Die millionenteure, sagenumwobene und unbesiegbare Technik der Tarnkappenbomber, auch stealth genannt - sie ist schrottreif.

Militärmüll. Wegen der Handys.

Kein Witz. Die über Stadt und Land verteilten Sendestationen der Mobilfunksysteme senden rundum, auch nach oben, und nun braucht man nur noch die Reflexionen an den Flugzeugen auszuwerten - fertig ist das Radar. Und zwar eines, das auch Tarnkappenbomber erfasst. Diese schützen sich nur zum Teil mit raffiniertem Anstrich, hauptsächlich aber durch ihre Geometrie. Doch wenn die getarnten Flieger von vielen Sendern und von allen Seiten angefunkt werden, können sie sich nicht mehr unbemerkt über den Himmel stehlen. Seit kurzem ist auch die Technik vorhanden, mit der die Rücksignale ausgewertet werden können: und tschüs, stealth.

Was jetzt? Die Elektronikindustrie freut sich auf Aufträge

Anti-stealth-Empfänger dürften demnächst reißenden Absatz finden. Die Flugzeugindustrie entwickelt im Gegenzug eine "intelligente Außenhaut", die den ankommenden Funk in Wellensalat verwandeln soll: Denn die Rüstung, sie höret nimmer auf. GvR