Üppiges Grün fällt talwärts zum Meer. Pfirsichfarbene Gladiolen, Palmen, Bougainvilleen in ihrer ganzen pastelligen Farbpalette, Bananen und Kakteen überziehen den regenreichen Osten der kanarischen Insel La Palma.

Über all der farbenstrotzenden Herrlichkeit thront seit zwei Jahren ein neuer Parador. Das alte staatliche Hotel in der Hauptstadt Santa Cruz de La Palma wurde geschlossen, palmerische Staatsdiener haben dort jetzt ihre Büros.

Im neuen Parador außerhalb der Stadt dominiert spanischer Kolonialstil: Stein, Holz, Ziegel und Kalk. Auf widerborstigem vulkanischem Gestein blüht der großzügig geplante Garten.

Das altrosa getünchte Haupthaus (die Seitenflügel sind weiß) umschließt einen herrlichen Patio mit leise plätscherndem Brunnen und frischem Grün, Palmen und Farn. Dort ruhen die Gäste, vor Sonne oder Regen geschützt, unter der geschnitzten Holzdecke in bequemen Korbsofas und -sesseln, schlürfen einen heißen Cortado, den Kaffee mit der zuckersüßen Kondensmilch. Andere haben sich in die Bibliothek zurückgezogen: Alte Messingleuchten verbreiten weiches Licht auf hochglänzendem Zedernholzboden.

Bar und Speiseraum gewähren Durchblick zum Pool oder in den vorderen Garten.

Die Küche ist kosmopolitisch, vor allem aber palmerisch: Junge Frauen servieren auf Goldrandtellern Kichererbsensalat mit Minze, Kaninchenragout in heißer Mojosoße oder Meeresfische, zu denen die auf La Palma so geliebten salzverkrusteten Pellkartoffeln gereicht werden.

Die zum Meer schauenden Gästezimmer des Haupthauses sind elegant in kühlem Grün gehalten, manche der antikisierten Betten tragen prächtige Baldachine.