Wenn der Hang am Hotelparkplatz ins Rutschen kommt und ein direkt davor abgestelltes Gästeauto unter sich begräbt, ist das zwar ärgerlich, aber noch lange kein Grund, den Reiseveranstalter dafür haftbar zu machen. Das musste ein Gardasee-Urlauber erfahren, der wegen seines auf diese Weise demolierten Pkw vor das Landgericht Frankfurt am Main gezogen war. Allgemeines Lebensrisiko nannten die Richter die Begebenheit in ihrer Urteilsbegründung schlicht (Az.: 2/24 S 390/98) und wiesen die Schadenersatzklage ab.

Das Korallensterben ist offenbar nicht nur ein Umweltproblem. Ein Pauschaltourist, der Tauchferien auf den Malediven gebucht hatte, monierte, dass der Zustand der dortigen Unterwasserwelt nicht dem Katalogtext entsprach. Schadenersatz genehmigte das Amtsgericht Bad Homburg trotzdem nicht, da der Veranstalter in seiner Beschreibung lediglich allgemein auf die faszinierenden Reviere hingewiesen hatte, aber nicht explizit auf besagte Korallenbestände. Überdies stelle deren Absterben in keiner Weise eine Beeinträchtigung für Sporttaucher dar (Az.: 2 C 3864/99).