Sieht fast so aus, als sei 2000 eventuell das Jahr des Ausstiegs aus dem Ausstieg aus dem Einstieg in den Ausstieg aus der Kernenergie, wenn man das mal so bestimmt und definitiv sagen darf. Insofern, wie Angela Merkel immer meint, insofern also kein wirklich tolles Jahr für unsere Atomwirtschaft, die uns allen natürlich sehr, sehr am Herzen liegt, obwohl wir ja unseren Strom inzwischen schon komplett aus dem Internet beziehen, so ändern sich die Zeiten.

Doch jetzt kommt Trost, Trost, wie wir ihn lieben, aus dem Wald, aus dem deutschesten der deutschen Wälder, aus dem Harz. Dort, so meldet das staatliche Veterinäruntersuchungsamt Hannover, liegt die Cäsiumbelastung der Wildschweine nach wie vor um das Achtfache über dem erlaubten Grunz- resp. Grenzwert. Die Tiere fanden im vergangenen Winter nämlich zu wenig Eicheln, Bucheckern und dergleichen und machten sich deshalb ans Wurzelwerk, wobei sie viel von dem immer noch tschernobylveredelten Humus schluckten. Wundervoll! Was für ein Glück: Die Meiler verschwinden, die Schweine strahlen weiter. So bleibt uns, Einstieg aus, Ausstieg ein, die Atomkraft erhalten - noch jahrzehnte-, jahrhundertelang, wer weiß. Und das Praktische dabei: Jedes dieser Tiere hat ja vorn schon eine Steckdose dran!