In Michael Crichtons Bestseller Enthüllung wird der Mitarbeiter einer Computerfirma zum Opfer sexueller Belästigung durch eine Vorgesetzte. Er rettet sich, indem er, assistiert von einem virtuellen Engelchen, mit Gesten eine dreidimensionale Datenbank öffnet und in ihr Details über die Managerin findet. Nun stellte die kanadische Firma JesterTek ihren JestPoint Interactive Kiosk vor. Ähnlich wie bei Crichton, reichen beim JestPoint Handbewegungen aus, um den Computer mit einer "virtuellen Greifmaus" zu steuern. Zwei Kameras registrieren die Bewegungen. Wer in dieser Gebärdensprache nicht weiterweiß, kann die Hilfe aufrufen: Ein Engelchen erscheint, das die Flügel lustig flattern lässt. "Mit dem Engel möchten wir uns bei Herrn Crichton für die tolle Idee bedanken", heißt es bei JesterTek.

Nach mehreren Tagen mit vielen Debatten und Tumulten hat die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) sieben neue Toplevel-Domains verabschiedet. So nennt man die Kürzel, die das letzte Glied eines Internet-Namens bilden. Ab Mitte 2001 soll es .aero, .biz, .coop, .info, .name, .museum und .pro geben. www.kunsthalle.museum könnte dann die Adresse der Hamburger Kunsthalle sein, www.lufthansa.aero die Fluggesellschaft mit dem Kranich. Während Genossenschaften sich mit .coop hochzufrieden zeigen, haben Firmen mit .info und .biz nur ungenaue Möglichkeiten bekommen, sich im Internet zu präsentieren. Der einfache Mensch wird im Internet zu .name greifen dürfen und auf die "zertifizierten Professionellen" hinter .pro sind wir alle schon neugierig.

Im New Yorker beschreibt Rodney Rothman , wie er einfach in eine New Yorker Internet-Firma hineinspaziert und erklärt, einen Job bei ihr zu haben. Rothmann bekommt einen eigenen Schreibtisch samt Computer, ein Telefon, einen ergonomischen Stuhl und die Aufforderung, sich regelmäßig an den Yogakursen zu beteiligen. Rothman arbeitete dort zwei Wochen, ehe er den Jux auffliegen ließ - kurz vor seiner angekündigten Beförderung zum Manager.