Hundert Briefe, 181 Faxe, 234 Postkarten und 1790 E-Mails - 2305 Leser beteiligten sich am Wirtschaftsspiel. Der Gewinner schickte seine E-Mail am Donnerstag, dem 9. November, um 10:24 Uhr: Christian Lukas aus Magdeburg. Er hatte den Mechanismus des Spiels durchschaut. Eigentlich, schrieb er, sei ja null die rationale Lösung (siehe "Gefangen in der Gedankenspirale"). Es sei aber zu vermuten, dass "zumindest einige Mitspieler versuchen werden, den Durchschnitt in die Höhe zu treiben". Wie weit, könne man nur schätzen. Lukas tippte auf 17,72 und hoffte, "nicht allzu weit von zwei Dritteln des Durchschnitts entfernt zu sein". Er war näher dran als alle anderen. Sein Preis: Eine Reise nach Hamburg zur Redaktion der ZEIT, inklusive Übernachtung und Stadtführung.

Das Wirtschaftsspiel ist so oder so ähnlich schon wiederholt durchgeführt worden - erstmals 1991 von Rosemarie Nagel (veröffentlicht im American Economic Review). Zuletzt 1998 vom Spektrum der Wissenschaft. Damals lag die Gewinnzahl bei 14,7. Im ZEIT-Spiel war sie deutlich höher, weil eine große Zahl von Spielern bewusst auf hundert setzte, um den Schnitt zu heben.