Frankreich zieht im World Wide Web nationale Grenzen. Ein Filter soll dabei helfen. Lange hatten Portale und Provider, die den Zugang zum Internet ermöglichen, bestritten, dass dies technisch möglich sei. Der aktuelle Präzedenzfall: Das Internet-Portal Yahoo muss binnen drei Monaten einen solchen Filter selbst einbauen. Für jeden weiteren Tag, an dem von Computern in Frankreich bei Yahoo NS-Devotionalien gekauft werden können, muss das kalifornische Unternehmen knapp 30 000 Mark Strafe zahlen. Das entschied ein französisches Gericht. Die technische Lösung sieht vor, den Kunden mithilfe des Nutzernamens geografisch zu lokalisieren. 70 Prozent der an Franzosen vergebenen Internet-Adressen korrespondieren mit Adressen in Frankreich. Ein wirksamer Filter für die übrigen 30 Prozent existiert nicht. Deshalb soll Yahoo seine Kunden auffordern, freiwillig ihre Nationalität anzugeben.