In Creglingen ist am Sonntag das Jüdische Museum eröffnet worden, dessen Konzept und Planung von dem Würzburger Theologen Horst F. Rupp so streng kritisiert worden war (ZEIT Nr. 44/2000). Zu sehen ist jedoch momentan nicht die Sammlung des amerikanischen Mäzens Arthur S. Obermayer, die das Alltagsleben der Juden in Creglingen zum Thema hat und den Holocaust, wie Rupp befürchtete, zu verharmlosen droht. Einstweilen wird nur eine Wanderausstellung der Landeszentrale für Politische Bildung über Juden in Württemberg gezeigt. Über das Konzept der künftigen Dauerausstellung wird noch gestritten. Aber "der Holocaust wird auf keinen Fall ausgeblendet", sagte Obermayer, der sich zugleich auf die Unterstützung durch Michel Friedman, den Vizepräsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, beruft.