Wer das Wagnis liebt, lebt doppelt gefährlich: Risikofreudige Menschen werden schneller zu Rauchern als solche, die vor der Gefahr fliehen, das fanden amerikanische Wissenschaftler heraus (Experimental and Clinical Psychopharmacology, Bd. 8, S. 462). Sie befragten 37 junge Nichtraucher nach ihrer Risikobereitschaft und ließen sie dann ein Nikotinspray durch die Nase inhalieren. Vor allem solche Probanden, die angaben, sich gerne mal in Gefahr zu begeben, bemerkten die Drogenwirkung. Wagemutige seien demnach rauschempfänglicher und liefen deshalb eher Gefahr, abhängig zu werden, spekulieren die Forscher.

Gestauter Unsinn

Großstaudämme schaden mehr, als sie nützen. Zu diesem vernichtenden Urteil kommt eine Expertenkommission, die im Auftrag der Weltbank Staudämme auf der ganzen Welt in Augenschein nahm. Fazit: Meist werden die Projekte mit Verspätung fertig gestellt und überschreiten im Schnitt die veranschlagten Baukosten um 54 Prozent. Zwei Drittel der untersuchten Objekte liefern für Mensch, Landwirtschaft und Industrie weniger Wasser als vorgesehen und decken die Kosten nicht. Über die Hälfte der Strom erzeugenden Dämme erreichen nicht die geplanten Kapazitäten. Nicht einmal die Flutgefahr wird von den riesigen Talsperren zuverlässig gebannt - oft weil sie vom Personal falsch bedient werden (www.dams.org). Die Kosten-Nutzen-Rechnung fällt negativ aus: Für den Bau von Staudämmen mussten weltweit 80 Millionen Menschen ihre Heimat verlassen. Zahlreiche Fisch- und Vogelarten sind ausgestorben, weil ihr Lebensraum zerstört wurde.