Englische Zeitungen berichten über den Freitod von Eugene Kapustynski, Systemingenieur bei der Firma Bellwater. Der 40-Jährige hatte Firmensoftware gestohlen und glaubte, dabei ein Computervirus freigesetzt zu haben. Virenspezialisten, die daraufhin die Rechner von Bellwater untersuchten, fanden jedoch nichts. Kapustynski war Opfer eines hoax geworden, einer der panikerzeugenden Virenwarnungen, die ständig als Kettenbrief durchs Netz geschickt werden.

Am frühen Donnerstagmorgen der letzten Woche stürzte der erste Iridium- Satellit ins ewige Eis der Arktis. Er gehörte zu dem weltumspannenden Netz von Telefonsatelliten, dessen Betreiber im Frühjahr Pleite gegangen war. Am 17. Dezember soll der nächste Satellit kontrolliert verglühen. Die übrigen 70 Trabanten sollen dagegen weiter senden. Mitte November akzeptierte ein New Yorker Konkursgericht die Bildung einer Auffanggesellschaft, die Satelliten und Mobiltelefone für 25 Millionen Dollar übernimmt - ein Bruchteil der 7 Milliarden Dollar, die allein die Errichtung des Satellitennetzes gekostet hatte.

Nach nur vier Kapiteln stellte Stephen King am 9. Dezember die Produktion seines Internet-finanzierten Romans The Plant ein - für das letzte Kapitel wollten nur noch 45 Prozent der Leser zwei Dollar zahlen, Kings Bedingung war eine Ehrlichkeitsquote von 75 Prozent gewesen. Erst nach einer Woche nahm die Medienwelt zur Kenntnis, dass das als "Zukunft des Buchwesens" gepriesene Projekt gescheitert war.

Madonna und Microsoft sind stolz auf neun Millionen Zuschauer, die angeblich die Live-Übertragung des halbstündigen Konzerts im Internet verfolgt haben - dreimal so viele wie beim Netzkonzert von Paul McCartney. Doch die Zahlen werden bezweifelt. Viele Schaulustige klickten verzweifelt mehrfach auf die Icons, die die Übertragung starten sollten - die Microsoft-Technik zählte indes jeden Klick als Zuschauer. Einen Standard für die Messung des Publikums bei Live-Übertragungen gibt es nicht. Offenbar ist keiner der Konkurrenten an realistischen Zahlen interessiert.