Um dann über Polens Rolle an der Grenze zum Osten zu räsonieren - mit Verweis auf die "handfesten Vorteile" der erweiterten Union für alle.

Das also ist aus dem Kniefall geworden. Aus dem Bild, das den Atem raubte oder das Feindbild verschärfte. Ist das vereinigte Europa das "Projekt" dieser Generation? Oder ist das Wort zu groß, die Erschöpfung schon jetzt sichtbar? Beides könnte zutreffen. Aber etwas von einem belastbaren Generationenkonsens entdeckt man doch.

Schröder hat auch im Sejm klargemacht, dass er die Ängste und Ressentiments, Brüssel und das große Europa betreffend, verstehe. Auch die polnischen Ängste davor, die Souveränität zu teilen, die man sich erkämpft hat. Einerseits.

Andererseits Fischer: Entweder bleibe der souveräne Nationalstaat, womit man sich freilich im 21. Jahrhundert sehr schwer tun werde. Oder die Souveränität werde zwischen Nationalstaat und Brüssel geteilt, "das muss in demokratischer Verfasstheit geschehen, und es muss demokratisch legitimiert sein. Ein Drittes gibt es nicht. Gleichklang mit Schröder? Ja! Und denken seine europäischen Kollegen ähnlich? In diesem Kreis, erwidert Joschka Fischer, spiele er "die Flöte".